Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IFKW)
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Chronik

1920: Der „Verein bayerischer Zeitungsverleger und der „Landesverband der Bayerischen Presse“ wenden sich mit einer Eingabe an den bayerischen Landtag, die unter anderem die Gründung eines unabhängigen „Instituts für Zeitungskunde“ anregt, das die in- und ausländische Presse beobachten, aber auch zur Ausbildung des Nachwuchses im Journalismus und pressenahen Berufen dienen soll.

1922: Nachdem die Philosophische Fakultät für die Einrichtung eines Fachs „Zeitungswissenschaft“ votiert, genehmigt der Bayerische Landtag eine "außerordentliche Professur für Zeitungskunde", die erste planmäßige Professorenstelle für das Fach im deutschen Reich überhaupt.

1924: Karl d'Ester wird als außerordentlicher Professor und Vorstand des Instituts für Zeitungswissenschaft an die Universität München berufen.

1934 zieht das Institut in neue Räume und erhält einen ordentlichen Sachmittelhaushalt. Im gleichen Jahr wird das Promotionsrecht für Zeitungswissenschaft erteilt. Zuvor war nur ein Nebenfachstudium möglich gewesen.

1935 wird die erste Assistentenstelle besetzt.

1954: Nach der Emeritierung d’Esters wird Hanns Braun sein Nachfolger.

1963 Otto B. Roegele, Chefredakteur des „Rheinischen Merkur“, übernimmt die Professur des Instituts für Zeitungswissenschaft. Ab dem Sommersemester dieses Jahres ist neben der Promotion auch der Magisterabschluss möglich. Erster Magister-Absolvent ist Peter Glotz.

1974 wird dem Institut eine zweite Professorenstelle zugewiesen, die mit Vorrang der empirischen Kommunikationsforschung gewidmet ist und mit Hertha Sturm besetzt wird. Das Institut erfährt im Zuge der Neuordnung der der Fakultäten eine Namensänderung in "Institut für Kommunikationswissenschaft (Zeitungswissenschaft)" und bildet fortan zusammen mit Amerikanistik, Politologie und Soziologie die Sozialwissenschaftliche Fakultät, zu deren erstem Dekan Professor Dr. Dr. Otto B. Roegele gewählt wird. Ein Modellversuch zur Journalistenausbildung an Hochschulen wird gestartet.

1978 wird der Modellversuch in den Diplomstudiengang Journalistik umgewandelt.

1979 wird Wolfgang R. Langenbucher auf eine neu eingerichtete Professorenstelle für Journalistik berufen.

1980 erhält Hans Wagner den Ruf auf eine weitere, die nunmehr vierte Professur am Institut.

1982 wird das Praxisreferat eingerichtet, das Praktika in Medienunternehmen akquiriert und Studenten vermittelt. Dieses Bindeglied zwischen universitärer Ausbildung und Berufspraxis entwickelt sich zu einer wichtigen Institution für die Gestaltung des Studiums.

1983: Klaus Schönbach wird Nachfolger von Hertha Sturm. Als Reaktion auf den nicht zu bewältigenden Ansturm von Studenten wird ein universitätsinterner Numerus Clausus eingeführt, der in der Folge dazu führt, dass von ca. sieben Bewerbern nur noch einer das Studium der Kommunikationswissenschaft aufnehmen kann.

1985 wird Heinz-Werner Stuiber als Nachfolger von Wolfgang R. Langenbucher berufen.

1986: Heinz Pürer wird auf einen neu eingerichteten Lehrstuhl berufen. Ursula E. Koch tritt die Nachfolge von Otto B. Roegele an.

1987: Das Institut zieht abermals um, die bisher getrennten Standorte im Amerika-Haus am Karolinenplatz, dem „Amalienkeller“ im Hauptgebäude und in der Widenmayerstraße werden in der Schellingstraße 33 zusammengeführt. Werner Früh folgt Klaus Schönbach auf die Empirie-Professur nach.

1993 werden Wolf-Dieter Ring und Peter Glotz zu Honorarprofessoren ernannt.

1996 folgt der nächste Umzug, diesmal in einen Trakt im ehemaligen Gebäude von Radio Freies Europa am Englischen Garten. Im gleichen Jahr beginnt das IfKW seine Mitarbeit am Aus- und Fortbildungskanal Bayern (AFK) im Hörfunkbereich. Bis zum Jahr 2002 strahlt der Radiosender des AFK ein Programm, das wesentlich von Studenten der LMU mitgestaltet wird, aus Studios in der Oettingenstraße aus. Hans-Bernd Brosius wird Nachfolger von Werner Früh.

2000: Als Nachfolgerin von Ursula E. Koch wird Romy Fröhlich berufen.

2001: Die ersten Studenten der Medieninformatik, einem neuen Studiengang, der unter Federführung des Instituts für Informatik in Kooperation mit dem IfKW angeboten wird, beginnen mit ihrem Studium.

2002: Hans Wagner geht in den Ruhestand. Sein Nachfolger ist Michael Meyen. Auf eine neu geschaffene Professur für Multimedia ergeht ein Ruf an Werner Wirth. Dem Institut wird eine weitere neue Professur zugewiesen. Im Wintersemester dieses Jahres werden zum letzten Mal Hauptfachstudenten im Magisterstudiengang Kommunikationswissenschaft und (grundständigen) Diplomstudiengang Journalistik aufgenommen.

2003: Werner Wirth folgt einem Ruf an die Uni Zürich. Der neue Bachelor-Studiengang nimmt im Wintersemester die ersten Studierenden auf, ebenso der reformierte Diplomstudiengang Journalistik, der von nun an als Aufbaustudiengang fungiert.

2004: Das Institut wird unter seinem neuen Namen Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung Teil des neuen Departments für Soziologie und Kommunikationswissenschaft.

2005: Mit der Berufung von Jens Wolling und Wolfram Peiser verfügt das Institut nun über sieben Professorenstellen.

2006: Heinz-Werner Stuiber geht in den Ruhestand. Seine Professur wird nicht neu besetzt. Jens Wolling folgt einem Ruf an die Universität Ilmenau. Im Wintersemester beginnen die ersten Studierenden im neuen Studiengang Master of Arts Kommunikationswissenschaft ihr Studium.

2008: Carsten Reinemann wird auf die neue Professur für Politische Kommunikation berufen. Der Master-Studiengang Journalismus löst den Aufbaustudiengang Praktischer Journalismus ab.

2009: Ab Januar bildet das IfKW ein eigenständiges Department in der Sozialwissenschaftlichen Fakultät. Im Oktober zieht das Institut in die Schellingstraße 3 um, da das Gebäude in der Oettingenstraße um einen Anbau erweitert wird. Thomas Hanitzsch erhält einen Ruf auf die W2-Professur mit dem Schwerpunkt Journalismus.

2011: Christoph Neuberger tritt am 1. März die Professur für Medienwandel an. Im Oktober zieht das Institut zurück in das renovierte Gebäude in der Oettingenstraße 67.

2012: Heinz Pürer geht in den Ruhestand.


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