
Das Profil unseres Lehr- und Forschungsbereichs wird zum einen durch die Orientierung an wissenschaftlichen und praxisrelevanten Fragen des Phänomens "Public Relations" geprägt, darüber hinaus aber auch durch meine Expertise in den Bereichen "Nachrichtenforschung", "Inhaltsanalyse" und "genderspezifische Kommunikations- und Medienforschung". München ist für Forschung und Lehre im Bereich PR ein gutes Pflaster. Hier gelingt es gut, enge Kontakte zur Branche aufzubauen, aus denen interessante Lehr- und Forschungsprojekte hervorgehen. Das Gros der externen Forschungs- und Kooperationsprojekte mit der PR-Branche ist im Bereich der PR-Evaluation und -Erfolgsmessung angesiedelt. Gerade solche Kooperationsprojekte sind immer auch ein hervorragendes Übungsfeld für unsere angehenden PR-Profis unter den Studierenden. Unsere bisherigen klassischen Drittmittelprojekte (Projekte finanziert von staatlichen Förderinstitutionen) sind angesiedelt in den thematischen Bereichen "Nachrichtenforschung" und "genderspezifische Berufssoziologie".
Zum Lehr- und Forschungsbereich gehören zwei volle Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter bzw. Assistenten. Eine der beiden Stellen hat Dr. Christian Baden, die zweite Stelle Dr. Thomas Koch inne. Meinem Bereich ist außerdem eine halbe wissenschaftliche Mitarbeiterstelle aus dem zentralen Bereich des IfKW zugeordnet, die aus Studiengebühren finanziert wird und deshalb ausschließlich Aufgaben übernimmt, die der Verbesserung der Lehre und des Studiums dienen. Seit Oktober 2010 besetzt Clarissa Schöller als Nachfolgerin von Sabine Pfleger diese Stelle. Seit Juli 2009 ergänzt außerdem Sabine Baudisch den Lehrbereich als wissenschaftliche Hilfskraft.
Der akademische Mittelbau meines Lehr- und Forschungsbereichs vertritt insgesamt folgende wissenschaftlichen Expertisen: (1) Kommunikatives und kognitives Framing, europäische politische Kommunikation, Evaluation strategischer Kommunikation und Medienwirkungen, Methoden der empirischen Sozialforschung und Datenanalyse (Baden); (2) politische Kommunikation, Mediennutzung und -wirkung, persuasive Kommunikation, Methoden der empirischen Sozialforschung und Datenanalyse (Koch); (3) Konzeption und Evaluation kommunikationswissenschaftlicher E-Learning-Angebote (Schöller).
Von März bis Dezember 2008 arbeiteten wir am Lehr- und Forschungsbereich für das Drittmittelprojekt "ProFIT clic - E-Learning Lehr-Tool 'Fachspezifisches Propädeutikum: Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten für Medienstudiengänge' (blended learning Konzept)". Die Projektleitung hatte Sabine Pfleger M.A. inne, die ihren Abschluss am IfKW gemacht hat. Das Projekt wurde gefördert von der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb) und erfolgte in Zusammenarbeit u. a. mit der Universität Augsburg.
Das E-Learning-Tool "Einführung in die Grundlagen und Theorien der Public Relations" (PRclic), das 2007-2008 bei uns entwickelt wurde, ist seit SoSe 2008 im Lehreinsatz und wurde von Januar bis März 2009 verbessert und überarbeitet Gefördert wurde dieses Projekt ebenfalls von der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb). Die Projektleitung hatte wiederum Sabine Pfleger M.A. inne. Im Rahmen dieser Verbesserung wurden die Textelemente von PRclic erweitert und verbessert, zusätzliche Übungstools und grafische Darstellungen programmiert, der Praxisbezug erhöht und aktuellen Entwicklungen in der PR-Praxis Rechnung getragen.
Es ist unser Ziel, den Studierenden wo immer es thematisch in unserer Lehre angemessen ist, immer auch ein solides Wissen über quantitative und qualitative empirische Methoden der Sozialforschung (vorwiegend Inhaltsanalyse und Befragung) und datenanalytische Kenntnisse zu vermitteln. Das ist wichtig zu betonen, denn bei den Studierenden herrscht häufig die falsche Vorstellung, durch den Schwerpunkt Public Relations würde eine Praxisorientierung vorherrschen, bei der es auf fundierte Anwendungskenntnisse in den Bereichen ‚Methoden', ‚Statistik' und ‚Datenanalyse' nicht ankommt. Weit gefehlt! Auch in diesem wie in allen anderen unserer Schwerpunktbereiche geht es ohne diese 'Schwarzbrotabteilung' - wie die Studierenden ‚Methoden', ‚Statistik' und ‚Datenanalyse' zuweilen nennen - nicht. Die Beherrschung einschlägiger Kenntnisse wird deshalb auch von uns durchgängig erwartet. Und wer sich für ein Examen an unserem Lehr- und Forschungsbereich interessiert, der/die darf mit der 'Schwarzbrotabteilung' auf keinen Fall 'auf Kriegsfuß stehen'.
Unsere Lehre kommt bei den Studierenden sehr gut an. Das belegen die Befragungsergebnisse der Lehrevaluation, die an unserer Fakultät bereits seit vielen Jahren regelmäßig durchgeführt wird. Die Ergebnisse können bei uns persönlich jederzeit eingesehen und angefragt werden. Darüber hinaus erreicht uns auch immer wieder spontanes Feedback unserer Studierenden zu einzelnen Lehrveranstaltungen. Hier eine kleine aktuelle Auswahl:
(1) "Sehr geehrte Frau Prof. Fröhlich, (...) (ich) möchte (mich) an dieser Stelle bei Ihnen für die vergangenen zwei Semester - im Besonderen für das Masterseminar - ganz herzlich bedanken. Ohne Zweifel war das letzte Semester das arbeitsintensivste meiner Studienlaufbahn, gleichzeitig aber auch das interessanteste und beste. Das liegt einerseits an der tollen Gruppendynamik, aber natürlich auch an Ihrem Engagement. (...) Endlich konnten wir einen Forschungsprozess von Anfang bis Ende durchführen - und das jenseits irgendwelcher Laborsituationen, sondern direkt in der Praxis. Also nochmals, vielen Dank. Genauso stellt man sich einen anspruchsvollen Masterstudiengang vor!!!" (Stephan Bruckmann, Master-Student im WS 2007/08 via E-Mail)
(2) "Sehr geehrte Frau Prof. Fröhlich, als ich mich für das Master-Studium der Kommunikationswissenschaft am IfKW in München entschieden habe, hatte ich große Erwartungen und Hoffnungen zugleich im Hinblick auf das sogenannte Masterprojekt. Nun, da wir dieses einjährige Projekt erfolgreich beendet haben, kann ich Ihnen sagen: Meine Erwartungen wurden noch übertroffen. (…) Es waren sicherlich die intensivsten und arbeitsaufwändigsten zwei Semester meiner Studienzeit, aber auch gleichzeitig die wertvollsten und lehrreichsten." (Johann Huber, Master-Student im WS 2007/08, via E-Mail)
(3) "Ich möchte Ihnen hiermit nochmal sehr herzlich für einen interessanten Kurs danken. Ihr Engagement war hervorragend und ich bin sehr froh dieses Seminar gewählt zu haben. (...) Ich werde es in sehr guter Erinnerung behalten." (Sebastian Lehmann, B.A.-Student im WS 2008/09 via E-Mail)
(4) "Hallo Frau Fröhlich, ich wollte Ihnen auf diesem Weg nur ein studentisches Feedback geben, wie toll Sie Ihre PR-Vorlesung gestalten. Beide Ihrer bisherigen Sitzungen habe ich besucht und beides Mal war ich im Anschluss wirklich begeistert, wie gut Sie die Thematik der PR rüberbringen können: Anschaulich, verständlich, praxisnah und unheimlich interessant! Man merkt, dass Sie voll und ganz hinter dem stehen, was Sie vermitteln. Damit ist es Ihnen sogar gelungen, meine anfängliche Begrenzung auf den Journalismus als zukünftiges Berufsziel auszuweiten, so dass ich mir nun auch die PR als Berufsfeld für mich vorstellen kann. Im Sommer habe ich mein erstes Praktikum in dieser Branche, da kommt Ihre vorherige Vorlesung natürlich genau richtig. Ich bin - wie ich aus Gesprächen mit Kommilitonen erfahren habe - nicht die einzige, welche Ihre PR-Vorlesung so klasse findet. Alles in allem ein Tipp aus Studentensicht: Machen Sie weiter so! Liebe Grüße, Anja Graf" (B.A.-Studentin im SoSe 2009 via E-Mail)
Ehrenämter, hochschulpolitisches und wissenschaftliches Engagement von Prof. Fröhlich:
Rechenschaftsbericht 2010 des Lehr- und Arbeitsbereichs von Prof. Dr. Romy Fröhlich (PDF, 2.149 KB)