
Der Masterstudiengang Journalismus umfasst vier Semester, in denen theoretisch-wissenschaftliche und praktische Ausbildungsbestandteile in enger Abstimmung und stetem Wechsel angeboten werden. Die Studieninhalte sind in sechs Pflicht- und drei Wahlpflichtmodule, aus denen eines auszuwählen ist, strukturiert. Die Prüfungen basieren zum großen Teil auf einem flexiblen, studienbegleitenden Leistungspunktsystem, das eine bessere Kontrolle der Studienleistungen und einen zügigen Abschluss gewährleistet.
Im ersten Semester sind am IfKW zwei Pflichtmodule mit je drei Lehrveranstaltungen zu besuchen. Zwei Vorlesungen und vier Seminare bieten einen Überblick über wesentliche Gegenstandsfelder und theoretische Perspektiven der Kommunikationswissenschaft als moderner Sozialwissenschaft und liefern Vertiefungen in ausgewählten Forschungsfeldern. Vermittelt werden hier Kenntnisse z.B. über Medienstrukturen, Medienökonomie, Medienwirkungen und Erwartungen der Mediennutzer. Weiter werden die Funktion des Journalismus in der und für die Gesellschaft sowie ethische Anforderungen an die Journalisten und journalistische Rollenselbstverständnisse etc. behandelt. Ein in der Regel im zweiten Semester zu absolvierendes Wahlpflichtmodul (12 LP) besteht aus einem Hauptseminar und einem begleitenden Methodenseminar, in denen aktuelle Entwicklungen aus den Bereichen Journalismus, Medienwirkung und -nutzung oder Kommunikationspolitik eingehender betrachtet und mit einer konkreten Forschungsfrage genauer untersucht werden.
Die an der DJS unterrichteten Ausbildungseinheiten sehen eine ganztägige Präsenzpflicht an der Schule vor. Nach Ende der Vorlesungszeit des ersten Semesters an der Universität beginnt der erste Ausbildungsblock an der DJS mit einer intensiven Schulung im Printjournalismus. Diese erstreckt sich, ergänzt um Praxisblöcke zum Onlinejournalismus, über das gesamte zweite Semester – einschließlich der an der Universität vorlesungsfreien Wochen. Im dritten Semester folgen Ausbildungsblöcke respektive Module zum Hörfunk-, dann Fernsehjournalismus. Als Prüfungsleistungen werden hier u.a. eine Übungszeitung, ein Printmagazin und Radio- und Fernsehbeiträge erstellt. Insgesamt wird so eine alle Medien umfassende, sehr zeitintensive und praxisnahe Journalismusausbildung geboten, in die erfahrene Praktiker als Lehrbeauftragte eingebunden sind.
In das Studium sind zwei in der Regel dreimonatige Pflichtpraktika (6 und 9 LP) in zwei unterschiedlichen Medienbetrieben (mindestens eine davon eine Tageszeitungsredaktion oder eine Nachrichtenagentur) integriert, die in der Regel im dritten und vierten Semester abgeleistet werden. Die Praktikumsstellen werden durch die DJS vermittelt.
Das in der Regel im vierten Semester – vor dem zweiten Pflichtpraktikum – zu absolvierende Mastermodul umfasst die Masterarbeit, ein Forschungskolloquium und eine mündliche Abschlussprüfung. Im Rahmen der Arbeit sollen eigene wissenschaftliche Fragestellungen entwickelt, theoretisch und methodisch fundiert bearbeitet und ein wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn produziert werden. Die Fragestellung kann dabei aus einem Hauptseminar oder aus einem anderen Forschungszusammenhang entwickelt werden, wobei eine konkrete berufsfeldbezogene Schwerpunktsetzung empfohlen wird. Der Umfang der Studie liegt bei etwa 40 bis 50 Seiten, wobei die Bearbeitungszeit drei Monate beträgt. Im Forschungskolloquium werden die Konzeptionen der aktuellen Masterarbeiten im Kreis der KommilitonInnen vorgestellt und methodische und theoretische Probleme diskutiert. Dabei besteht Gelegenheit, forschungspragmatische Probleme und formale Regeln für das Abfassen der Arbeit zu besprechen. Lernziel ist, die eigene Masterarbeit in einen größeren Kontext einordnen zu können und über die Darstellung der eigenen Forschungsprobleme die Forschungsprobleme anderer verstehen zu lernen. In der mündlichen Abschlussprüfung sollen die Studierenden nachweisen, dass sie die Zusammenhänge im Fach Kommunikationswissenschaft erkennen und spezielle Fragestellungen in diese Zusammenhänge einzuordnen vermögen. Im Mittelpunkt steht dabei die eigene Masterarbeit. Zunächst sollen Kernthesen und wichtige Ergebnisse kurz präsentiert und in einem Fachgespräch verteidigt, dann die Arbeit wiederum in einen größeren Fachzusammenhang eingeordnet werden.
Der Aufbau des Studiums und die Studieninhalte sind im Einzelnen im Studienplan zusammengestellt.