Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IFKW)
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Viorela Dan & Florian Arendt zeigen die Effekte subtiler visueller Hinweise in Fotos von Politikern

In ihrer neuen Studie, die soeben in The International Journal of Press/Politics erschienen ist, haben sich Viorela Dan und Florian Arendt mit den Effekten subtiler Hinweise zu politischer Ideologie (SBCs = subtle backdrop cues) auseinandergesetzt.

27.07.2020

Dan & Arendt hatten Fotos eines fiktiven Politikers manipuliert, sodass diese im Hintergrund SBCs enthielten – die auf eine liberale oder konservative Ideologie hindeuteten. Diese Bilder wurden in Twitter-Posts eingebettet. StudienteilnehmerInnen sahen vier Tweets mit SBCs zu vier Themenbereichen (Gleichstellung, Rauschmittel, Nationalismus und Säkularismus) sowie neun Tweets ohne SBCs.

Dan & Arendt testeten mittels eines Experiments, ob die SBCs (1) die wahrgenommene Ideologie des Politikers beeinflussen und (2) die Absicht, diesen Politiker zu wählen. Getestet wurde außerdem der Einfluss (3) der Wahrnehmung der SBCs und (4) der ideologischen Übereinstimmung zwischen dem abgebildeten Politiker und dem/r Teilnehmer/in. Im Ergebnis zeigte sich, dass Menschen dem Politiker eine andere Ideologie zugeschrieben haben – je nachdem, welche SBCs eingebettet wurden – und dass sie folglich mehr oder weniger gewillt waren, ihn zu wählen. Diese Effekte wurden durch Cue-Awareness und ideologische Übereinstimmung moderiert.

Der Artikel wurde open access veröffentlicht und kann hier heruntergeladen werden:
https://journals.sagepub.com/d…/pdf/10.1177/1940161220936593


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