Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IFKW)
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Erste Ergebnisse aus dem DFG-Forschungsprojekt „Prekarisierung im Journalismus“

Wie prekär ist der deutsche Journalismus? Jana Rick und Thomas Hanitzsch haben erste Daten aus einer Onlinebefragung von über 1000 Journalist*innen veröffentlicht. Die Befunde zeigen unter anderem, dass prekäre Strukturen durch die Corona-Krise verschärft werden.

10.03.2021

Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) untersucht das
Projekt die Auswirkungen prekärer Beschäftigungsverhältnisse auf
Journalist*innen, wobei Strukturdaten zu Prekarisierungstendenzen erhoben
werden sowie die subjektive Wahrnehmung Einzelner in den Fokus gestellt
wird. Mit einer standardisierten Online-Befragung wurden im Winter 2020
über 1000 haupt- und nebenberufliche Journalist*innen aus ganz Deutschland
zu ihren Arbeitsbedingungen vor und während der Corona-Krise befragt.
Folgende Kernergebnisse können festgehalten werden:

• Hauptberufliche Journalist*innen verdienen im Durchschnitt rund 2340
€ netto pro Monat. Die Zahl der Niedrigverdiener*innen ist im Vergleich
zu vergangenen Studien gestiegen. • Insgesamt 43% der hauptberuflichen Journalist*innen schätzen ihre
Arbeitssituation als prekär ein.
• Drei von fünf Journalist*innen haben berichtet, dass sich ihre
Arbeitsbedingungen seit der Corona-Pandemie verschlechtert haben.
• Die Mehrheit der hauptberuflichen Journalist*innen (58%) stuft ihr
aktuelles Arbeitsverhältnis als „eher unsicher“ ein.
• Zwei von fünf Journalist*innen (58%) sind der Meinung, dass prekäre
Verhältnisse die Qualität des Journalismus insgesamt bedrohen.
• Dennoch sind über zwei Drittel (69%) der befragten Journalist*innen
mit ihrem Beruf allgemein zufrieden.

Ausführliche Ergebnisse können im Ergebnisbericht nachgelesen werden:
https://survey.ifkw.lmu.de/Journalismus_und_Prekarisierung/Prekarisierung_im_Journalismus_erster_Ergebnisbericht.pdf

 


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