Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IFKW)
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Neues Zentrum für Wissenschaftskommunikation am IfKW

Die VolkswagenStiftung fördert das Munich Science Communication Lab

09.07.2021

Emotionen und Meinungen prägen öffentliche Diskurse häufig stärker als
wissenschaftliche Fakten. Wie können neue Formen der
Wissenschaftskommunikation aussehen, die gesellschaftliches Vertrauen in
die Forschung schaffen, gerade auch dann, wenn wissenschaftliches Wissen
noch nicht ausreichend gesichert ist und es keine einfachen Lösungen gibt?
Wie kann Wissenschaftskommunikation auch skeptische Menschen erreichen? Wie
sollen die dazu passenden Medien- und Vermittlungsformate aussehen, die
auch partizipative Ansätze berücksichtigen?

Auf diese Fragen will das neue Munich Science Communication Lab Antworten
finden. Als Testfall für neue Kommunikationsstrategien hat sich das Munich
Science Communication Lab „Planetary Health“ vorgenommen, eines jener
Themen, die zugleich wissenschaftlich hochkomplex und transdisziplinär
sind und gesellschaftlich von globaler Tragweite. Nicht zuletzt die
Coronapandemie hat deutlich gemacht, wie sehr der Zustand natürlicher
Systeme und die menschliche Gesundheit zusammenhängen. Es geht um Fragen
wie Klimawandel und Gesundheit, um Giftmüll und globale
Umweltverschmutzung, um Ernährung, veränderte Landnutzung und
Wassermangel.

Gemeinsam mit Prof. Dr. Hans-Bernd Brosius haben Dr. Bernhard Goodwin und
Dr. Julia Serong vom IfKW ein internationales Netzwerk aufgebaut und das
Großprojekt auf den Weg gebracht. Das Munich Science Communication Lab
vereint so das IfKW mit Expertinnen und Experten vom Rachel Carson Center
für Umwelt und Gesellschaft (RCC) sowie aus Medizin, Biologie,
Geowissenschaften und Physik, darunter auch Professor Harald Lesch,
Physiker und Moderator von Wissenschaftssendungen wie "Terra X". Dazu
kommen als Partnerinstitutionen das BIOTOPIA Naturkundemuseum Bayern, das
Deutsche Museum und die MEDIASCHOOL Bayern.
Damit verbindet das Munich Science Communication Lab die Perspektiven von
Wissenschaftskommunikationsforschung, Fachwissenschaft und
Kommunikationspraxis. Gefördert wird das Projekt von der
VolkswagenStiftung für zunächst fünf Jahre mit insgesamt vier Millionen
Euro im Rahmen ihres Programms „Wissenschaftskommunikation hoch drei“.


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